Gelbfieber Erreger (Gelbfieber-Virus)

Gelbfieber wird von Gelbfieber-Viren ausgelöst, die in den Tropen zu beiden Seiten des Atlantiks vorkommen. Die Viren von Gelbfieber werden hauptsächlich im Tierreich (z. B. über Affen) übertragen, sodass der Mensch zur Weiterverbreitung nicht notwendig ist. Dadurch können Gelbfieber-Viren nicht durch Impfungen ausgerottet werden.1

Gelbfieber-Viren kommen im Norden Südamerikas und in den tropischen Regionen Afrikas vor, wo sie sowohl in den Städten als auch im ländlichen Raum zu Gelbfieber-Ausbrüchen führen können.2

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) treten weltweit jährlich etwa 200.000 Gelbfieber-Erkrankungsfälle auf. Etwa 30.000 der Erkrankten sterben (Stand 2009). In den letzten 20 Jahren wird ein Anstieg der Erkrankungszahlen beobachtet.1

In Afrika erstreckt sich die Gelbfieber-Zone etwa von 15° nördlicher bis 15° südlicher Breite. In Südamerika sind Länder wie Brasilien, Bolivien, Ecuador, Kolumbien oder Peru sowie einzelne Inseln der Karibik von Gelbfieber besonders betroffen.1

Aktuelle Informationen zur jeweiligen Gelbfiebergefährdung veröffentlicht die WHO unter http://www.who.int/ith/en/1

Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung beträgt in der Regel drei bis sechs Tage.1

Eine Gelbfieber-Erkrankung kann sehr unterschiedlich verlaufen. Bei vielen Infizierten und gerade bei Kindern zeigen sich keine oder nur milde Symptome.1

Bei anderen Gelbfieber-Infizierten kommt es zu zwei Erkrankungsphasen:

Da Gelbfieber durch Viren ausgelöst wird, kann die Krankheit nicht ursächlich behandelt werden. Die Sterberate für Gelbfieber liegt insgesamt bei zehn bis 20 Prozent.1

Gelbfieber ist eine lebensgefährliche Virusinfektion, die durch Mücken übertragen wird. Wenn eine Mücke einen mit Gelbfieber infizierten Träger (Menschen, Affen) gestochen hat und anschließend an einen Menschen gerät, kann sie die Gelbfieber-Viren auf diesen Menschen übertragen. Bei einem ausreichenden Potenzial an ungeschützten Menschen kann es zu explosionsartigen Gelbfieber-Ausbrüchen kommen.1

Eine Übertragung der Viren von Mensch zu Mensch ist nicht möglich (Ausnahme: Blutspende). Daher sind bei Kontakt zu Gelbfieber-Patienten keine besonderen Maßnahmen nötig.1

Eine Impfung sollte bei Reisen in Gelbfiebergebiete grundsätzlich durchgeführt werden und ist von einigen Ländern ohnehin gesetzlich vorgeschrieben. Vor jeder Reise ist eine reisemedizinische Beratung empfehlenswert.3

Mit der Impfung schützen Sie nicht nur sich selbst, sondern vermeiden auch die Verschleppung von Gelbfieberviren durch zunehmenden Reisetourismus. Der Impfschutz gegen Gelbfieber hält lebenslang.3

Für die Impfung steht ein wirksamer Gelbfieber-Impfstoff zur Verfügung, der für Erwachsene und Kinder ab dem 10. Lebensmonat eingesetzt werden kann. Ein belastbarer Impfschutz ist etwa zehn Tage nach der Impfung aufgebaut.3

Eine Gelbfieber-Impfung können Sie nicht bei Ihrem Hausarzt bekommen.
Hierfür müssen Sie eine staatlich zugelassene Gelbfieber-Impfstelle aufsuchen. Eine Liste der in Frage kommenden Adressen finden Sie auf der Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI).3

1 www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Gelbfieber.html, abgerufen am 17.03.2016
2 Auswärtiges Amt, Info des Gesundheitsdienst, Gelbfieber-Impfung, 01.11.2013
3 www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Gelbfieber/FAQ-Liste_Gelbfieber_Impfen.html?nn=2375548, abgerufen am 17.03.2016