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Impfvorsorge gehört für Menschen mit Immunschwäche zur Behandlung!

Menschen, die aufgrund einer Grunderkrankung oder einer Therapie eine Immunschwäche haben, sind besonders anfällig für Infekte. Für sie sind Impfungen extrem wichtig. Leider ist das vielen Patienten nicht bewusst, denn Impfberatung und Impfvorsorge gehören nicht immer zur Behandlung. Doch Patienten können auch selbst aktiv werden und ihren Hausarzt um eine Beratung zum Thema Impfen bitten. Mit unserer Infokarte zum Download gehen Sie gut vorbereitet ins Arzt-Patienten-Gespräch!

Bei Immunschwäche sind Impfungen besonders wichtig

Ist das körpereigene Abwehrsystem aufgrund einer Erkrankung gestört oder durch eine Behandlung beeinträchtigt, spricht man von einer Immunschwäche. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem haben dadurch ein erhöhtes Risiko, an Infektionen zu erkranken. Dabei ist nicht nur die Häufigkeit der Infekte für den Patienten belastend, auch der Verlauf, zum Beispiel einer Lungenentzündung oder Grippe, kann sehr schwer sein. Aus dem Grund ist für Menschen mit einer Immunschwäche ein umfassender Impfschutz, wie ihn auch die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt, besonders wichtig.

Impfvorsorge als Teil der ärztlichen Behandlung?

So weit die Theorie – doch wer bringt das Thema Infektionsanfälligkeit und Impfvorsorge zur Sprache? Sind Impfungen „automatisch“ Teil der Behandlung? Selbstverständlich ist das häufig nicht! Eine aktuelle Umfrage unter Patienten mit einer Immunschwäche zeigt: Die Mehrzahl fühlt sich zwar gut bis sehr gut über ihre Grunderkrankung aufgeklärt, doch fast jeder zweite Patient (44 Prozent) weiß nicht, dass er oder sie ein geschwächtes Immunsystem und damit ein erhöhtes Infektionsrisiko hat. Auch das Wissen über Impfvorsorge ist eingeschränkt. Während 69 Prozent der Befragten schon von der Grippeimpfung gehört haben, kennen nur 43 Prozent die Pneumokokken- und lediglich 35 Prozent die Meningokokken-Impfung – obwohl die STIKO diese Impfungen bei einer Immunschwäche ausdrücklich empfiehlt.

Grafik bekanntheit von Impfungen
Der Informationsbedarf zum Thema Impfen bei Immunschwäche ist groß

Aktiv werden: gut vorbereitet ins Arztgespräch

Für viele Fach- und Hausärzte gehört die Impfberatung und -vorsorge zur umfassenden Behandlung von Patienten mit Immunschwäche dazu. Ist dies aber nicht der Fall, werden Sie ruhig selbst aktiv! Sie können auch als Patient das Thema Impfvorsorge ansprechen und um eine Beratung bitten. Ihr erster Ansprechpartner ist in der Regel Ihr Hausarzt oder Ihre Hausärztin. Er oder sie kennt Ihre Krankengeschichte und bestenfalls auch Ihren Impfstatus. Dennoch ist es wichtig, dass sich Ihr Hausarzt mit Ihrem behandelnden Spezialisten der jeweiligen Fachrichtung austauscht. Gemeinsam sollten beide anhand Ihres aktuellen Gesundheitszustands, Ihres Immunstatus und ggf. anstehender Therapien eine Impfempfehlung abstimmen.

Mit der Infokarte können Sie sich auf das Gespräch mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin vorbereiten und dabei die folgenden Punkte beachten.

Sprechen Sie das Thema Impfen aktiv in der Arztpraxis an!
  • Impfstatus: Bringen Sie Ihren Impfpass mit und lassen Sie Ihren Impfstatus überprüfen
  • Impfempfehlung: Fragen Sie nach Impfungen, die wichtig für Sie sind
  • Impfplan: Bitten Sie um einen Impfplan, der Ihre persönliche Therapie berücksichtigt
  • Thematisieren Sie besondere Lebensumstände, die ein Infektionsrisiko mit sich bringen: z. B. das berufliche Umfeld, soziale Kontakte, anstehende Reisen oder Ähnliches

Mit unserer Infokarte machen wir es Ihnen leicht, gut informiert ins Arzt-Patienten-Gespräch zu gehen. Die Karte zeigt, welche zusätzlichen Impfungen von der STIKO für Personen mit einer Immunschwäche empfohlen werden. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin beraten.

Laden Sie die Infokarte für Ihren nächsten Arzttermin hier herunter!