Projekt Impfen – Warum Impfmanagement in der Praxis so wichtig ist

Impfstatuskontrollen, Recall-Systeme, Impfberatung…

Impfen ist nicht nur eine der wichtigsten Vorsorgemaßnahmen in der kinder- und jugendärztlichen Praxis, sondern braucht auch einen strukturierten Ablauf. Beim Impfen gibt es viel zu tun. Medizinische Fachangestellte in der kinder- und jugendärztlichen Praxis tragen bei diesem Thema viel Verantwortung und können aktiv beim erfolgreichen Impfmanagement mitwirken. Oft sind sie die Schlüsselpersonen, wenn es um das Feststellen und Beheben eines fehlenden oder unvollständigen Impfschutzes geht.

„Impfen? Da war doch was…“

Die Impfstatuskontrolle

Viele Patienten vergessen schlichtweg Impftermine oder sind nicht ausreichend informiert. Medizinische Fachangestellte können hier helfen, Impflücken zu schließen. Bei jedem Kontakt ist es wichtig, immer wieder auf das Impfen aufmerksam zu machen und aktiv nach dem Impfausweis zu fragen, auf fehlende Impfungen hinzuweisen und neue Impftermine zu vereinbaren.

Impfmanagement: Die Imfpstatuskontrolle

 

„Hallo, die nächste Impfung steht an!“

Das Recall-System

Praxiseigene Tools, die Patienten rechtzeitig an ihre Impftermine erinnern, erleichtern die Arbeit und beugen Impflücken vor. Wer sich ein schriftliches Einverständnis einholt, kann Eltern per E-Mail, Postkarte, SMS oder telefonisch an fehlende Impfungen erinnern – dafür gibt es spezielle Praxissoftware, die das Erinnern schnell und einfach in den Praxisalltag einbindet. Neben praxiseigenen Tools können Eltern auch auf externe Erinnerungs-Services aufmerksam gemacht werden, wie beispielsweise durch die Happy Mom App (Happy Mom).

„Impfen, ja, aber...“

Die Impfberatung

Es gibt Impfgegner und Impfskeptiker oder einfach Eltern, die erst einmal mögliche Risiken in Ruhe abwägen möchten, bevor sie sich für eine Impfung entscheiden. Zwar erfolgt eine ausführliche Aufklärung grundsätzlich durch den Arzt/die Ärztin, doch ist die Impfberatung im Vorfeld eine wichtige Aufgabe der MFA. Sie informiert die Eltern über die nötigen Maßnahmen, weist auf unbekanntere Impfungen hin, regt eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema an, verteilt Info-Materialien und bringt Plakate und Deko-Materialien in der Praxis an.

„Den Impfpass bitte!“

Die Impfdokumentation

Wie der Personalausweis ist der Impfpass ein lebenslanges Begleitdokument. Zwar ist auch hier der Arzt/die Ärztin für die Dokumentation verantwortlich, doch übernimmt die MFA die wichtigen Einträge in den Ausweis: Datum der Schutzimpfung, Bezeichnung und Chargennummer des Impfstoffs (Aufkleber), Indikation und Praxisstempel. So vorbereitet, bestätigt der Arzt/die Ärztin die Impfung durch seine/ihre Unterschrift.

Impfmanagement: Die Impfdokumentation

 

„Tut mir leid, nicht vorrätig...“

Die Logistik

Hinter den Impfungen steht eine ganze Logistik rund um die Bestellung und Lagerung der Impfstoffe. Gemeinsam mit dem Arzt/der Ärztin wird der Bedarf an Impfstoffen ermittelt, damit die wichtigsten Impfstoffe immer ausreichend vorhanden sind. Welche Mindestimpfstoffmengen für die Praxis nötig sind, ist am Durchschnittsverbrauch der letzten drei Jahre ermittelbar. Nach Bestellung über die Apotheke ist die sachgerechte Lagerung im Kühlschrank von zentraler Bedeutung – denn Impfstoffe können durch Erwärmung inaktiv werden.

„Guten Tag, ich bin Ihre Impfassistentin.“

Die Qualifizierung

Wer übernimmt die Verantwortung für den reibungslosen Ablauf beim Thema Impfen? Für ein erfolgreiches Qualitäts- und Impfmanagement lohnt sich eine entsprechende Qualifizierung als Zertifizierte Impfassistentin und regelmäßige Fortbildungen – die zudem auch die Karrierechancen der MFA verbessern.