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Welt-Rheuma-Tag 2019 – der Impfschutz gehört dazu

Der Welt-Rheuma-Tag steht vor der Tür. Er schafft Aufmerksamkeit für Patienten und ihre Belange. Was viele nicht wissen: Auch das Thema Impfschutz ist wichtig! Denn entzündlich-rheumatische Erkrankungen können das Immunsystem schwächen und erhöhen die Anfälligkeit für Infekte deutlich. Wer sich impfen lässt, beugt vor!

Welt-Rheuma-Tag 2019

Im Jahr 2019 findet der Welt-Rheuma-Tag am 12. Oktober statt. Mit dem Ziel, auf die Bedürfnisse von Rheuma-Erkrankten aufmerksam zu machen, wurde der Aktionstag in Deutschland 2005 ins Leben gerufen.

Was ist eigentlich Rheuma?

Von der Erkrankung „Rheuma“ haben die meisten schon einmal gehört. Doch was genau steckt dahinter? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von Erkrankungen, die an den Bewegungsorganen auftreten und fast immer mit Schmerz und häufig mit Bewegungseinschränkung verbunden sind1 – ein weites Feld also. Unterschieden werden vier Hauptgruppen: entzündlich-rheumatische Erkrankungen, degenerative Gelenkerkrankungen (Arthrosen), Weichteilrheumatismus und Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden (zum Beispiel Osteoporose)1. Die meisten dieser Erkrankungen verlaufen chronisch und sind mit starken Schmerzen verbunden. Doch in vielen Fällen kann eine Behandlung – wenn auch nicht heilen – die Lebensqualität deutlich verbessern. Eine frühzeitige Diagnose und passende Therapie sind daher wichtig!

Wenn Rheuma das Immunsystem schwächt

Bei der Gruppe der entzündlich-rheumatischen Erkrankungen handelt es sich um sogenannte Autoimmunerkrankungen. Hierbei kommt es zu Fehlreaktionen des Immunsystems, sodass körpereigenes Gewebe angegriffen und Entzündungen an den Gelenken oder am Bindegewebe ausgelöst werden.2,3 Rund 1,5 Millionen Menschen sind in Deutschland davon betroffen, darunter leiden über ein Drittel an rheumatoider Arthritis.4

Allen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ist eines gemein: Die Betroffenen sind häufig besonders anfällig für Infekte. Das liegt zum einen an ihrer krankheitstypischen Störung des Immunsystems5, zum anderen vor allem auch an der Therapie. Denn bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen werden häufig Medikamente eingesetzt, welche die Immunreaktionen unterdrücken und damit die Entstehung der Entzündungen verhindern – das lindert die Beschwerden der Rheuma-Patienten. Die Folgen jedoch liegen auf der Hand: Ein unterdrücktes Immunsystem kann gegen Krankheitserreger nicht mehr viel ausrichten.

Impfungen unterstützen das Immunsystem

Für Rheuma-Patienten ist es daher besonders wichtig, Infektionen bestmöglich vorzubeugen. Dazu gehört vor allem ein umfassender Impfschutz! Zum Beispiel sollten Auffrischungsimpfungen immer auf dem aktuellen Stand sein. Im Falle einer Reise sollte man auch an nötige Reiseimpfungen wie z. B. die FSME-Impfung oder die Impfung gegen Meningokokken denken. Hinzu kommen unter anderem die jährliche Grippe-Impfung sowie eine Impfung gegen Pneumokokken und Herpes Zoster. Allerdings sind nicht alle Impfungen für Menschen mit Immunsuppression geeignet. Gemeinsam mit dem Rheumatologen bzw. der Rheumatologin, dem Hausarzt oder der Hausärztin sollte regelmäßig der Impfstatus geprüft und ein individuell abgestimmter Impfplan erstellt werden.

Erfahren Sie hier mehr über das Thema Impfschutz für Rheuma-Patienten.

 

Quellen

1 Deutsche Rheuma­Liga Bundesverband e.V.: Was ist Rheuma? 10. Auflage 2016 (letzter Zugriff am: 14.08.2019)
2 Onmeda.de: Entzündlich-rheumatische Erkrankungen, Ursachen (letzter Zugriff am: 14.08.2019)
3 Deutsche Rheuma­Liga Bundesverband e.V.: Rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis) 9. Auflage 2017 (letzter Zugriff am: 14.08.2019)
4 Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.: Rheuma in Zahlen (letzter Zugriff am: 14.08.2019) 
5 Ärztblatt.de: Warum Rheumapatienten anfälliger für Infekte sind (letzter Zugriff am: 14.08.2019)