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Wie ist die Grippesaison 2018/19 verlaufen?

Als sich die Temperaturen in diesem Jahr um den Nullpunkt bewegten, machten Symptome wie z. B. hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen wieder die Runde – ob in der Kita oder im Büro – die Grippe machte auch in dieser Saison vielen Personen zu schaffen. Gut, dass sich mit der warmen Jahreszeit ein Aufatmen breitmachte und die Zahl der neuen Grippeinfektionen allmählich zurückging. Doch was bedeutet Grippesaison eigentlich? Wie ist die vergangene Grippesaison in Deutschland verlaufen?

Grippewelle und Grippesaison: Was ist das?

Geht man nach den ExpertInnen des Robert Koch-Instituts, beginnt die Grippesaison im Oktober und dauert bis Mai an – in diesem Zeitraum erfasst das Institut auch die aktuelle Lage der Grippeaktivität in Deutschland. Zu unterscheiden ist zwischen den Begriffen „Grippesaison“ und „Grippewelle“: Genau genommen versteht man unter „Grippesaison“ jene Zeitspanne, in der sich die Influenzaviren besonders leicht verbreiten. Die Grippesaison liegt in der Winterzeit, weil sich Influenzaviren gerade bei kalten Temperaturen und trockener Luft wohlfühlen. Der Begriff „Grippewelle“ bezeichnet den Zeitraum, in dem die meisten Grippefälle auftreten. Die Grippewelle startet in der Regel im Januar und hält drei bis vier Monate an.1

Wann war der Gipfel der diesjährigen Grippesaison?

In den ersten Monaten der Grippesaison 2018/19 waren die Erkrankungszahlen im Vergleich zum Vorjahr relativ niedrig – die Lage war entspannt. Den Beginn der eigentlichen Grippewelle vermeldete das RKI dann in der zweiten Januarwoche 2018/19, ab dann stieg die Anzahl der Grippefälle deutlich an.2, 3 Die meisten Infektionen sind zwischen Januar und März aufgetreten.4 Besonders betroffen waren auch Kinder zwischen 0 und 4 Jahren, dennoch erreichte das Grippevirus wie in jedem Jahr Personen in allen Altersgruppen.5 Insgesamt wurden 2018/19 in Deutschland 181.360 Grippefälle gemeldet (Stand: KW 20/2019).6 Das klingt erst mal nach einer hohen Zahl, im Vergleich zur schweren Grippesaison 2017/18 gab es aber sogar um 45 Prozent weniger Grippefälle. Das zeigt, dass die Schwere der Grippewelle von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein kann. Meist erkranken viele Menschen, wenn sich das Grippevirus genetisch verändert hat und im Vorjahr weniger Personen mit dem Virus in Berührung kamen und deshalb nicht bereits immun dagegen sind. Auch die Influenza-Impfquote in der Bevölkerung kann die Fallzahlen beeinflussen.1 Typische Symptome der Grippe können unter anderem Fieber, Husten, Halsschmerzen, Übelkeit und Durchfall sein. Vor allem bei älteren Menschen sind leider auch schwere Verläufe mit Todesfällen möglich.7

In den Medien wurde die Grippewelle dieses Jahr vielfach thematisiert. Nicht nur der hohe Anstieg von Erkrankungen nach dem Jahreswechsel stand im Fokus der Berichterstattung. Schon im November 2018 wurde bekannt, dass der Vorrat der Grippeimpfstoffe in manchen Regionen knapp werde. Das lag unter anderem am schweren Verlauf der vorhergehenden Grippesaison, die dazu führte, dass sich zu Beginn der aktuellen Saison bereits sehr viele Personen für eine Impfung entschieden hatten. Eine Maßnahme, mit der die Behörden reagierten, war der Import von Grippeimpfstoffen aus dem EU-Ausland.8, 9

Wie kann man gegen Grippe vorsorgen?

Vor allem während der Grippewelle sollten Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen eingehalten werden. Zudem kann man sich durch Impfen vor einer Grippeinfektion schützen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Influenza allen Personen, die ein höheres Infektionsrisiko haben. Das betrifft insbesondere Menschen über 60 Jahren, Schwangere ab dem zweiten Trimester sowie Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen. Da Grippeerkrankungen gerade bei immungeschwächten Personen zu ernsten Folgeerkrankungen führen können, ist die Impfprävention bei ihnen unabdingbar.7

Zudem kann die Impfung auch Berufsgruppen schützen, die in regelmäßigem Kontakt mit erkrankten Patienten und Patientinnen sind.

Abbildung von Hygienemaßnahmen
Das Einhalten von Hygienemaßnahmen ist gerade während der Grippezeit von Relevanz.

Quellen:
1 Robert Koch-Institut, FAQ Influenza (letzter Zugriff am 28.05.)
2 Robert Koch-Institut, Influenza Wochenbericht 2019-07 (letzter Zugriff am 28.05.)

3 Robert Koch-Institut, Influenza Wochenbericht 2019-02 (letzter Zugriff am 28.05.)
4 Robert Koch-Institut, Arbeitsgemeinschaft Influenza, Karten (letzter Zugriff am 28.05.)
5 Robert Koch-Institut, Arbeitsgemeinschaft Influenza, Diagramme (letzter Zugriff am 28.05.)
6 Robert Koch-Institut, Influenza Wochenbericht 2019-20 (letzter Zugriff am 28.05.)
7 Robert Koch-Institut, RKI-Ratgeber Influenza (Teil 1) (letzter Zugriff am 28.05.)
8 Deutsche Apotheker Zeitung: Wer ist schuld am Grippeimpfstoffmangel? (1) (letzter Zugriff am 28.05.)
9 Deutsche Apotheker Zeitung: Schnelle Hilfe bei Grippeimpfstoffen (letzter Zugriff am 28.05.)