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Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, ist eine Erkrankung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems. Die Viren dieser Erkrankung können durch einen Zeckenstich übertragen werden.

Krankheitsbild FSME

Die FSME-Viren können sich im Speichel von Zecken befinden. Bis zu zwei Prozent der Zecken in deutschen FSME-Risikogebieten tragen das Virus in sich. Eine weitere mögliche Ansteckungsform ist der Verzehr von Rohmilch und Rohmilchprodukten von mit FSME-infizierten Tieren.

Eine FSME-Erkrankung ist zunächst nicht immer leicht zu erkennen. Der Grund hierfür ist, dass die Symptome einer FSME anfangs denen einer Grippe ähneln. Dazu gehören Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Auch Schwindel und Erbrechen können in dieser Phase auftreten. Diese Symptome treten in der Regel zwei bis vier Wochen nach dem Zeckenstich auf.

Bei rund zehn Prozent der Betroffenen kann es nach dieser ersten Phase zu einem zweiten Erkrankungsstadium kommen. Hier können hohes Fieber, starke Kopfschmerzen und ein steifer Nacken als Symptome auftreten. In dieser zweiten Phase kann es zu einer Hirnhautentzündung kommen – in schweren Fällen auch zu einer Gehirn- und Rückenmarkentzündung. In der Folge können sogar neurologische Ausfälle, Sprach- und Schluckstörungen oder Lähmungen auftreten.

Von einer FSME-Erkrankung können alle Altersgruppen betroffen sein, am häufigsten die jungen Erwachsenen, aber auch Kinder und Ältere. Männer sind statistisch gesehen doppelt so häufig betroffen wie Frauen.1

 

FSME ist nicht behandelbar

Da die FSME durch Viren ausgelöst wird, ist sie mit Medikamenten nicht ursächlich behandelbar. Zwar können Ärzte die Symptome wie Fieber oder Schmerzen medikamentös behandeln, mit der Virus-Erkrankung selbst muss der Körper allein fertigwerden. Daher sollte man schon im Vorfeld Vorsorgemaßnahmen gegen Zecken treffen.

Infografik FSME Zeitlicher Verlauf
Infografik FSME Zeitlicher Verlauf

Vorsorgemaßnahmen gegen Zecken und Zeckenstiche

Damit Zecken gar nicht erst zum Stich kommen, kann man verschiedene Vorsorgemaßnahmen anwenden. Dazu gehören:

  • die Wahl der richtigen Kleidung
  • das Einsprühen mit Repellents
  • das Absuchen des Körpers nach einem Aufenthalt in der Natur

Um in der Folge eines Zeckenstichs eine FSME-Erkrankung zu vermeiden, kann man sich zusätzlich gegen FSME impfen lassen.

FSME-Impfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung Menschen, die in Risikogebieten leben oder dorthin reisen und dabei Zecken ausgesetzt sind, aber auch Menschen mit berufsbedingtem Risiko.2

Um einen mehrjährigen FSME-Impfschutz zu haben, muss man über einen Zeitraum von mehreren Monaten drei Impfungen durchführen lassen.

Im Anschluss erfolgt, je nach verwendetem Impfstoff und Alter, eine Auffrischung alle drei oder fünf Jahre.

Auch Kinder können schon mit einem speziellen Impfstoff gegen FSME geimpft werden, ab zwölf bzw. 16 Jahre bekommen sie dann den Impfstoff für Erwachsene. Dabei sollten keine Säuglinge, aber Kinder ab einem Jahr gegen FSME geimpft werden. Kinder haben im Vergleich häufiger Zeckenstiche, da sie in der Natur viel dort unterwegs sind, wo auch Zecken lauern. Daher lohnt es sich, frühzeitig an die Impfung zu denken.

 

Der richtige Zeitpunkt für den Aufbau des Impfschutzes

Um ab dem Frühjahr bestmöglich auf die neue Zeckensaison vorbereitet zu sein, bietet es sich an, schon im Winter die Grundimmunisierung durchzuführen. Der Hausarzt oder die Hausärztin können alle Fragen zur Impfung und zum richtigen Zeitpunkt, diese durchzuführen, beantworten. Grundsätzlich ist aber eine FSME-Impfung das ganze Jahr über möglich.

Schnellschema FSME-Impfung

Hat man den richtigen Zeitpunkt für die Impfung verpasst oder plant kurzfristig eine Reise in ein FSME-Risikogebiet, lässt sich auch für die aktuelle Zeckensaison ein kurzfristiger Impfschutz aufbauen, ein mehrjähriger Impfschutz allerdings nicht. Der Impfrhythmus ist dabei abhängig vom Impfstoff, daher weiß am besten der Hausarzt Bescheid, wann der ideale Zeitpunkt ist.

 

Mehr zu Zecken, zur Zeckenvorsorge sowie zur FSME-Impfung gibt es auf www.zecken.de.

Die Zeckenschule bietet kindgerecht Informationen, Spiele und mehr rund um die Spinnentiere.

Spannende Ideen und Texte rund ums Draußensein und Outdoor-Hobbys findest du auf www.leidenschaftnatur.de.

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Quellen:
1 www.zecken.de, Was ist FSME? (letzter Zugriff am: 24.01.2019)
2 Robert Koch-Institut, Epidemiologische Bulletin 34/18 (letzter Zugriff am: 24.01.2019)