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Mit der FSME-Impfung gut geschützt in den Urlaub

Das Thema Gesundheit bei Reisevorbereitungen mitbedenken!

Wer fährt denn eigentlich nicht gern in den Urlaub? Neue Länder, Kulturen oder Regionen entdecken, vom Alltag abschalten und eine kurze oder auch mal längere Auszeit genießen – da sagt doch keiner Nein!

 

Als Urlaubsvorbereitung ist es neben der eigentlichen Reisebuchung und dem Kofferpacken (stressig!) sehr wichtig, sich mit dem Thema Gesundheit zu beschäftigen. Das fängt schon bei der Hausapotheke an. Außerdem gehören natürlich auch die typischen Reiseimpfungen dazu, selbst dann, wenn nur das Nachbarland bereist wird.

Reiseimpfungen
Reiseimpfungen

Denn je nach Urlaubsregion gibt es wichtige Reiseimpfungen, die man unbedingt durchführen sollte.

„Wenn man draußen ist, ist es sehr wichtig, dass möglichst lange Kleidung und feste Schuhe getragen werden, auch wenn es heiß ist. Wer zusätzlich gegen Zeckenstiche vorbeugen möchte, kann sich und seine Kleidung mit Repellents einsprühen und mit einer FSME-Impfung vorsorgen.“

Prof. Dr. med. Tomas Jelinek, Direktor des Berliner Centrums für Reise- und Tropenmedizin

Zecken gibt es auch in Urlaubsregionen

Achtung vor Zecken auf Reisen! Gar nicht so einfach. Denn die Spinnentiere sind tatsächlich in Deutschland und auch Europa weit verbreitet. Die Frage, die man sich vor einem bevorstehenden Urlaub deshalb stellen sollte, ist also nicht: Wo gibt es denn nun überall Zeckengebiete? Sondern sie muss heißen: Wo gibt es FSME-Risikogebiete? Dann ist es wissenschaftlich und inhaltlich korrekt. Bei den Risikogebieten geht es ganz speziell um die Krankheit FSME, denn Zecken können insgesamt bis zu 50 gefährliche Krankheitserreger übertragen. Die FSME gehört dabei für den Menschen zu den gefährlichsten Erkrankungen, die von Zecken übertragen werden können.

Ein FSME-Risikogebiet ist per Definition ein Landkreis, in dem innerhalb von 5 Jahren eine bestimmte Anzahl von FSME-Fällen pro Einwohnerzahl vorgekommen ist.

Mache ich Urlaub in einem FSME-Risikogebiet?

Diese Frage lässt sich relativ leicht beantworten: Es gibt Karten, in denen die FSME-Risikogebiete in Deutschland und Europa eingezeichnet sind und die über Krankheitsfälle informieren. Jedes Jahr werden diese Karten aktualisiert und an das Vorkommen aktueller Erkrankungsfälle angepasst. Also kann man auf einen Blick sehen, ob man in ein FSME-Risikogebiet fährt und sich impfen lassen sollte. Der Hausarzt des Vertrauens berät zusätzlich gerne.

FSME Deutschland

Hier geht es zur deutschen FSME-Risikogebietskarte: www.zecken.de

FSME Europa

Hier findet man Informationen zu den europäischen Ländern: www.zecken.de

Wo sind die FSME-Risikogebiete in Deutschland und Europa?

Heimaturlauber im Bayerischen Wald, Schwedenliebhaber oder Städtetouristen in Riga haben etwas gemein: Alle befinden sich in einem FSME-Risikogebiet1. Und alle weisen somit ein höheres Risiko auf, sich mit FSME zu infizieren.

In Deutschland befindet sich die größte Verbreitung von FSME

  • in Baden-Württemberg
  • in Bayern
  • in Südhessen
  • in Thüringen
  • in Sachsen
  • im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz
  • im Saar-Pfalz-Kreis im Saarland

 

In Europa gibt es FSME-Risikogebiete unter anderem in

  • Österreich
  • Schweiz
  • Russland
  • Polen
  • der Tschechischen Republik
  • der Slowakischen Republik
  • Estland
  • Lettland
  • Litauen
  • Südschweden
  • Südnorwegen
  • Südfinnland
  • Teilen von Dänemark2

 

 

Fun-Fact: Zecken, die eigentlich jedes Säugetier stechen, mögen den Geruch von Giraffen nicht. Daher halten sie sich von ihnen fern. Wer also seinen Urlaub in einer Giraffenherde im südlichen Afrika verbringt, der sollte sicher sein.

Die Ausbreitung der FSME-Risikogebiete in Deutschland
In den letzten Jahren hat die Zahl der FSME-Risikogebiete in Deutschland zugenommen. Zudem breitet sich das FSME-Risiko immer weiter nach Norden aus.
Die Ausbreitung der FSME-Risikogebiete in Deutschland

Warum sollte die FSME-Impfung in Betracht gezogen werden?

Für viele Menschen bedeutet Urlaub, Zeit in der Natur zu verbringen. Somit besteht ein Risiko, mit Zecken in Kontakt zu kommen. Sie können beim Stechen und Blutsaugen das FSME-Virus übertragen. Und diese Krankheit ist kein Spaß, sondern kann nach anfänglichen grippeähnlichen Symptomen zu einer Entzündung von Hirnhaut und zentralem Nervensystems führen. Da die Erkrankung nicht ursächlich behandelbar ist, sollte man gegen Zeckenstiche und eine mögliche FSME-Erkrankung in Folge vorbeugen. So lassen sich schwere gesundheitliche Folgen vermeiden.

Vorsorgemaßnahmen gegen Zeckenstiche

Bewährte Vorsorgemaßnahmen sind

  • Geeignete Kleidung: Lange und helle Kleidungsstücke erschweren Zecken den Zugang zur Haut und machen sie auf den hellen Stoffen leichter erkennbar.
  • Verwendung von Repellents: Regelmäßiges Auftragen von insektenabweisenden Mitteln kann helfen, Zecken auf Abstand zu halten.
  • Den Körper absuchen: Nach jedem Aufenthalt in der Natur sollte man seinen Körper gründlich nach Zecken absuchen.

Die FSME-Impfung kann helfen, das Risiko einer FSME-Erkrankung in Folge eines Zeckenstichs zu verringern. Mit einer Grundimmunisierung, bestehend aus drei Einzelimpfungen, lässt sich ein Schutz aufbauen, der mehrere Jahre hält. Anschließend sind aber Auffrischungen nötig.

Vorsorgemaßnahmen gegen Zecken und FSME

Mit diesen Vorsorgemaßnahmen lässt sich das Risiko, von Zecken gestochen zu werden oder sich mit FSME anzustecken, verringern.

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten

Die FSME-Impfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) Menschen empfohlen, die in FSME-Risikogebieten wohnen oder dorthin reisen und dabei Zecken ausgesetzt sind. Die Kosten der Impfungen werden in den meisten Fällen durch die Krankenkasse übernommen. Am besten fragst du bei deiner Krankenkasse nach, ob sie die Kosten erstattet.

Wer also seine Urlaubsreise plant, sollte sich mit dem Thema FSME auseinandersetzen. Das Auswärtige Amt (AA) gibt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen einen Überblick, wann eine FSME-Impfung empfohlen ist.

1 Robert Koch-Institut (RKI), Epid. Bull. 16/2001; Robert Koch-Institut (RKI), Epid. Bull. 18/2016 und Robert Koch-Institut (RKI) Epid. Bull. 17/2018
2 www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_FSME.html#doc2381918bodyText3 ,aufgerufen am 11.10.2018