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Kann man impfen bei Krankheit oder Allergie?

Eine Impfung steht an und man ist krank? Jetzt kann Unsicherheit herrschen, ob man den Arzttermin wahrnehmen darf oder nicht. Doch nicht in allen Fällen ist eine Verschiebung nötig: Ob trotz Krankheit geimpft werden kann, ist abhängig von der Schwere der Krankheit. Gleiches gilt übrigens auch für Allergien. Nicht jede Allergie stellt ein Hindernis für Impfungen dar.

Impfung trotz Fieber oder Erkältung

Hat man sich einen einfachen Infekt mit Temperaturen unter 38,5 °C eingefangen, ist dies in der Regel kein Hinderungsgrund für eine Impfung. Auch ein möglicher Kontakt zu Personen mit ansteckenden Krankheiten oder Hautinfektionen stellen keine Impfhindernisse dar – der Arzt oder die Ärztin kann hier aber individuell noch mehr Informationen zu den einzelnen Impfungen geben. Selbst frühgeborene Säuglinge können und sollen entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission geimpft werden.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt in diesen Fällen ausdrücklich, den Impftermin beizubehalten.1

Dies gilt vor allem auch bei chronischen Erkrankungen oder bestimmten Immunerkrankungen – eine Impfung wird hier teilweise sogar ausdrücklich empfohlen.2 Der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin kann hier eine individuelle Empfehlung geben.

Gerade chronisch kranke Menschen sollten ihren Impfstatus aktuell halten: Für sie können Infektionskrankheiten und deren Auswirkungen besonders folgenschwer sein.2

Generell gilt, den empfohlenen Impfrhythmus einzuhalten. Sollte es doch zu einer Verschiebung kommen, sollte der Aufschub so gering wie möglich ausfallen. Am besten ist es, die Termine und die vermeintlichen Hinderungsgründe mit dem (Kinder-)Arzt abzusprechen.

Kranke Familie

Bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit akuten behandlungsbedürftigen Erkrankungen sollte die Impfung auf jeden Fall aufgeschoben werden. Hier sollte die vollständige Genesung abgewartet werden. Auch hier ist der Hausarzt bzw. Kinderarzt am besten geeignet, um das weitere Vorgehen abzusprechen.1

Darf ich trotz Allergie zum Impfen?

Nicht nur bei dem Thema „Bestehende Krankheiten und Impfungen“ gibt es Unsicherheit, ob man eine Impfung wahrnehmen darf. Gleiches gilt auch bei Allergien.
Doch auch hier ist das Zögern in der Regel unbegründet: Allergien allgemein genommen sind kein Grund, nicht zu impfen. Und als zusätzlicher Hinweis: Impfungen lösen auch keine Allergien aus. Dies wurde von verschiedenen Studien bereits mehrfach bestätigt.3

Allergien können hingegen dann eine Rolle spielen, wenn man gegen einen der Bestandteile im Impfstoff allergisch ist. Ein gutes Beispiel ist hier die Allergie gegen Hühnereiweiß. Denn einige Impfstoffe werden unter der Verwendung von Hühnereiweiß produziert. Sollte eine Unverträglichkeit dagegen vorliegen, sollte man seinen Arzt kontaktieren. Laut Untersuchungen haben diese Impfungen nur in sehr seltenen Fällen Reaktionen bei Impflingen – da die nachweisbaren Spuren äußerst gering sind. Dennoch kann der Arzt hier besondere Schutzmaßnahmen vornehmen oder auf Impfstoff-Alternativen ausweichen.4

Quellen:
1 Robert Koch-Institut, Epidemiologische Bulletin 34/16 (letzter Zugriff am: 16.10.2018)
2 Robert Koch-Institut, Sollten Impfungen trotz bestehender anderer Erkrankungen durchgeführt werden? (letzter Zugriff am: 16.10.2018)
3 Robert Koch-Institut, Antworten des Robert Koch-Instituts und des Paul-Ehrlich-Instituts zu den 20 häufigsten Einwänden gegen das Impfen (letzter Zugriff am: 16.10.2018)
4 Robert Koch-Institut, Kann bei bestehender Hühnereiweißallergie geimpft werden? (letzter Zugriff am: 16.10.2018)