Influenza Erreger (Influenza-Viren)

Eine Virusgrippe (Influenza) kann von zahlreichen, unterschiedlichen Grippeviren ausgelöst werden, doch nur Influenza A- und B-Viren sind für den Menschen relevant.1
Außer beim Menschen können die Viren der Influenza auch bei Tieren, z. B. Pferden, Schweinen oder Geflügel, vorkommen.

Charakteristisch für Grippeviren der Influenza ist, dass sie sich ständig leicht verändern. Daher muss der Impfschutz gegen Influenza jährlich aktualisiert werden.1 Gelegentlich kommt es auch zu größeren Veränderungen der Grippeviren, die sich neu assortieren. Diese immunologisch stark veränderten Viren haben dann das Potential für eine Pandemie, da in der Bevölkerung noch kein Teilschutz vorhanden ist.2

Viren der Influenza sind weltweit verbreitet und gerade Typ A ist für die großen, weltumspannenden Grippewellen (Pandemien) verantwortlich. Die letzte große Grippe-Epidemie im Winter 1995/96 kostete allein in Deutschland ca. 30.000 Menschen das Leben.2

Grippeviren breiten sich bei Kindern und Erwachsenen aus. Jedes fünfte bis dritte Kind und jeder zehnte Erwachsene infizieren sich während einer Grippesaison mit Influenza-Viren. Damit sind Kinder empfänglicher für Grippeviren als Erwachsene. Zudem scheiden Kinder den Erreger länger aus.2

Eine echte Virusgrippe ist nicht mit einer harmlosen Erkältung zu verwechseln. Jedes Jahr verursacht eine Grippewelle in Deutschland zusätzliche eins bis fünf Millionen Arztbesuche. 5.000 bis 20.000 Menschen müssen in einer Klinik behandelt werden. Und auch in einem „normalen“ Grippewinter kommt es zu 18.000 bis 22.000 Todesfällen, wobei die Zahl der Todesfälle von den jeweiligen Erregern abhängt.2

Von einer Grippeepidemie sind besonders Kleinkinder unter zwei Jahren und ältere Menschen mit gesundheitlichen Vorschädigungen betroffen. Für diese Gruppe besteht auch ein erhöhtes Sterberisiko.2

Von der Ansteckung mit Grippeviren bis zum Ausbruch der Erkrankung vergehen etwa ein bis vier Tage. Dann beginnt eine echte Grippe plötzlich mit hohem Fieber, begleitet von Kopf- und Gliederschmerzen. Typisch sind auch ein trockener Reizhusten sowie eine ungewöhnlich starke Erschöpfung, Schweißausbrüche oder Halsschmerzen.3 Bei Kindern kann eine Virusgrippe auch verstärkt mit Müdigkeit, Übelkeit und Erbrechen einhergehen.2 

Die Symptome klingen meist nach etwa fünf bis sieben Tage ab, solange die Patienten keine zusätzliche Infektion bekommen. Bis sich Grippe-Patienten wieder richtig fit fühlen, können mehrere Wochen vergehen.3

Die Lungenentzündung ist eine gefürchtete Komplikation der Virusgrippe. Entweder wird sie durch die Grippeviren selbst ausgelöst oder zusätzliche Erreger nutzen das ohnehin schon geschwächte Immunsystem des Grippe-Patienten. Eine Virusgrippe kann auch mit einer Entzündung des Mittelohrs, des Gehirns oder des Herzmuskels verbunden sein und zum Tod führen.3 

Grippeviren werden durch Tröpfchen-Infektion von Mensch zu Mensch übertragen. Das bedeutet, dass sie beim Niesen, Husten oder Sprechen durch die Luft fliegen und ungeschützte Personen infizieren können.3 Die Grippeviren gelangen über die Bronchien, wo sie sich vorerst lokal vermehren, in den Körper und lösen so eine Grippeerkrankung aus.2

Eine Ansteckung ist auch durch Händeschütteln oder durch kontaminierte Gegenstände (zum Beispiel Türgriffe, Treppengeländer oder auch Geldautomaten) möglich. Ein Ansteckungsrisiko besteht vor allem dort, wo sich viele Menschen auf engem Raum aufhalten – zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln, in öffentlichen Einrichtungen, Arbeitsstätten oder Kaufhäusern.3

Menschen, die sich mit Grippe infiziert haben, sind mit Beginn der ersten Krankheitszeichen und danach für etwa eine Woche für andere Menschen ansteckend.2

Den besten Schutz gegen eine Virus-Grippe bietet die Impfung. Sie sollte jährlich vor Beginn der Grippesaison gegeben werden. Optimal sind die Monate Oktober und November. Eine Impfung zu einem späteren Zeitpunkt ist jedoch auch noch möglich und sinnvoll, solange eine Grippeaktivität in der Bevölkerung besteht. Eine einmalige Impfung bietet Schutz für die gesamte Grippesaison.3

Da sich Grippeviren jedes Jahr verändern, gibt es jedes Jahr einen neuen Impfstoff, der an die wahrscheinliche Virus-Konstellation der aktuellen Saison angepasst ist. Für Risikopersonen ist es daher wichtig, sich jedes Jahr gegen Grippe impfen zu lassen. Es gilt: Jeder, der sich selbst schützt, trägt dazu bei, dass sich Grippeviren nicht weiter verbreiten können.

Die Impfexperten der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfehlen eine regelmäßige Grippeimpfung für folgende Personen:3

Beachten Sie zusätzlich die folgenden Hygienetipps und helfen Sie, den Infektionsweg der Grippeviren zu unterbrechen:

1 http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Influenza.html, abgerufen am 03.03.2017
2 http://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/grippe-influenza/was-ist-eine-grippe-influenza/, abgerufen am 17.03.2016
3 http://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-erwachsene/grippe-influenza/infektion/, abgerufen am 17.03.2016
4 http://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/grippe-influenza/, abgerufen am 17.03.2016