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Impfungen für Patienten mit Immundefekt oder Immunsuppression

Ist das Immunsystem wie bei Menschen mit Immundefekt oder Immunsuppression geschwächt, kann es seine eigentliche Aufgabe – Krankheitserreger zu erkennen und Infektionen abzuwehren – möglicherweise nicht mehr vollständig erfüllen. Damit steigt das Risiko für Infektionen, z.B. durch Pneumokokken- oder Meningokokken-Bakterien, Grippe- oder Hepatitis-Viren.

Vorsorgemaßnahmen wie Impfungen sind für Personen mit einem geschwächten Immunsystem daher von großer Bedeutung. Sie können dazu beitragen, zusätzlichen ernstzunehmenden Erkrankungen und somit weiteren Belastungen für den Körper vorzubeugen. 

Betroffen sind dabei in Deutschland unter anderem

- 1,6 Millionen Krebs-Patienten1
- 1,5 Millionen Patienten mit rheumatischen Erkrankungen2
- 83.400 Patienten mit HIV/AIDS3
- 24.000 Leukämie-Patienten4
- 2 Millionen Psoriasis-Patienten5
- ca. 360.000 Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen6,7

 

 

Impfschutz bei rheumatischen Erkrankungen

Der Begriff Rheuma ist den meisten Menschen bekannt. Nur wenige wissen allerdings, dass unter dem Dach dieses Begriffs mittlerweile ca. 400 einzelne Erkrankungen zusammengefasst werden. Für Rheumatiker ist ein umfassender Impfschutz besonders wichtig. Damit kann zusätzlichen Infektionen vorgebeugt werden. Die nötige Aufmerksamkeit und Energie können so ganz auf die Behandlung der rheumatischen Erkrankung gerichtet werden. 

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Impfungen bei Krebspatienten besonders wichtig

Die Diagnose Krebs ist zunächst ein Schock. Gerade in dieser schwierigen Zeit können zusätzliche Erkrankungen zu einer weiteren großen Belastung werden. Ein umfassender Impfschutz kann dabei helfen, einer zusätzlichen Infektion durch Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien vorzubeugen. Durch die richtige Vorsorge muss der Körper nicht an verschiedenen Fronten gleichzeitig kämpfen. 

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Quellen

1 Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland 2016, Robert Koch Institut.
2 Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie, Kommission Versorgung (2008). Memorandum Rheumatologische Versorgung von akut und chronisch Rheumakranken in Deutschland.
3 RKI. http://www.rki.de/DE/Content/Service/Presse/Pressemitteilungen/2015/08_2015.html.
4 edoc.rki.de;
5 Schäfer, I. et al. Epidemiologie der Psoriasis in Deutschland - Auswertung von Sekundärdaten einer gesetzlichen Krankenversicherung. Gesundheitswesen 73, 308–313 (2011).
6 Dignass, A. et al. Aktualisierte Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Colitis ulcerosa 2011 – Ergebnisse einer Evidenzbasierten Konsensuskonferenz. Z. Für Gastroenterol. 49, 1276–1341 (2011).
7 Preiß, J. et al. Aktualisierte S3-Leitlinie – „Diagnostik und Therapie des Morbus Crohn“ 2014. Z. Für Gastroenterol. 52, 1431–1484 (2014).