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Impfschutz bei rheumatischen Erkrankungen

Diagnose Rheuma

Der Begriff Rheuma ist den meisten Menschen bekannt. Nur wenige wissen allerdings, dass unter dem Dach dieses Begriffs mittlerweile ca. 400 einzelne Erkrankungen zusammengefasst werden.1 Eine große Gruppe darunter bilden entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder Psoriasis-Arthritis. In Deutschland leben derzeit 440.000 Betroffene mit der Diagnose rheumatoide Arthritis.2 Krankheitsbeginn und Verlauf können von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein. In vielen Fällen ist die entzündliche Erkrankung mit starken Schmerzen verbunden. Die Symptome reichen dabei von anhaltender Morgensteifigkeit über schmerzende und geschwollene Gelenke bis hin zu starker Bewegungseinschränkung. Hinzu kommen nicht selten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ständige Erschöpfung und Müdigkeit sowie Fieber und Augenentzündung. Um diese Symptome zu lindern und die Schmerzen im Alltag zu minimieren, sollte frühzeitig mit einer zielgerichteten immunsuppressiven Therapie begonnen werden. Was dabei nicht vergessen werden darf: Für Rheumatiker ist ein umfassender Impfschutz besonders wichtig. Damit kann zusätzlichen Infektionen vorgebeugt werden. Die nötige Aufmerksamkeit und Energie können so ganz auf die Behandlung der rheumatischen Erkrankung gerichtet werden. 


Einfluss der Therapie auf das Immunsystem

Ziel der Therapie ist es, die Entzündungsaktivität zu verringern. Dazu werden Basismedikamente, Kortikosteroide oder Biologika eingesetzt. Diese schränken allerdings auch die Immunabwehr ein – sie wirken sozusagen immunsuppressiv. Der natürliche Mechanismus des Körpers, auf Infektionen zu reagieren, kann dadurch eingeschränkt sein.


Warum ist ein vollständiger Impfschutz so wichtig?

Durch den Einsatz immunsuppressiver Therapien ist das Risiko erhöht, zusätzlich zur rheumatischen Erkrankung eine schwerwiegende Infektion zu bekommen. Beispielsweise erkranken Personen mit rheumatoider Arthritis zwei- bis dreimal häufiger an einer Lungenentzündung als gesunde Personen.3 Eine Lungenentzündung oder auch eine Blutvergiftung, können durch Pneumokokken-Bakterien ausgelöst werden. Zudem können auch andere Krankheitserreger schwerwiegende Infektionen hervorrufen, wie z.B. Grippe- und Hepatitis-Viren oder Meningokokken-Bakterien.

Soweit muss es aber nicht kommen. Denn schwerwiegenden Infektionen lässt sich vorbeugen

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Quellen

1 Deutsche Schmerzliga e.V. schmerzliga.de
2 Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie. dgrh.de
3 Pelton SI et al. BMC Infect. Dis. 2015;15:470